Selbstplanung in der Langzeitpflege einführen
Wie ein Betrieb mit vier Wohnbereichen die Selbstplanung eingeführt hat – was in der Testphase auffiel, welche Regeln angepasst wurden und wie das Team reagiert hat.

Ein Pflegeheim mit vier Wohnbereichen und rund 120 Mitarbeitenden wollte weg vom Plan, der «von oben» kommt. Die Idee: Das Team trägt sich selbst ein, die Leitung greift nur ein, wo der Bedarf nicht gedeckt ist. Der Weg dahin dauerte drei Monate.
Die Testphase
Gestartet wurde mit einem Wohnbereich. Die ersten zwei Wochen zeigten, was jede Einführung zeigt: Die beliebten Dienste waren nach einem Tag vergeben, die Nachtdienste am Monatsende noch offen. Das Team fand das nicht ungerecht – es fand es unklar. Niemand wusste, wie viele Nächte «dran» wären.
Regeln, die angepasst wurden
- Ein Kontingent pro Person. Wochenenden und Nächte werden nach Pensum vorverteilt; wer sich einträgt, sieht, wie viele noch fehlen.
- Eintragsfenster gestaffelt. Zuerst tragen sich alle für die Pflichtdienste ein, erst danach ist der Rest frei wählbar.
- Deckung sichtbar. Ein Tag mit Unterdeckung ist im Plan farbig markiert, bevor die Leitung etwas sagen muss.
Wie das Team reagiert hat
Nach dem zweiten Monat war die Genehmigungsquote der Wunschanträge höher als im alten Verfahren, und die Leitung verbrachte nach eigener Aussage etwa einen halben Tag pro Monat weniger mit dem Plan. Die anderen drei Wohnbereiche folgten im Quartal darauf.
Diese Kundenstory ist ein Beispielinhalt und wird vor dem Livegang durch eine freigegebene Referenz ersetzt.


